Gesellschaft

Dass ich mir meine allwöchentliche Portion Verzweiflung am Sonntag um 22:00 beim Twitter-Bibelkreis zur Sendung "Im Zentrum" abhole, ist vielleicht der*dem ein oder anderen bekannt. Doch gestern war es wieder einer dieser Tage, an denen ich meine Fassungslosigkeit über die Inkompetenz die eigentlichen Probleme zu thematisieren, nicht mehr zurückhalten konnte. Es sind diese Tage an denen ich froh bin keine Vodoo-Puppen von Haimbuchner und Lopatka zu Hause zu haben, da ich sie sonst nach 23:00 sicher in drölfzig Einzelteile zerfetzt und in meinem gesamten Zimmer verteilt, wieder einsammeln müsste. Es ist nicht nur die Art wie diese…

Ein Augenblick der Stille, gefolgt von einer Welle der Entrüstung. So in etwa kann man die (Social-Media-)Ereignisse des gestrigen Tages zusammenfassen. 35,3% und damit 14% vor dem zweitplatzierten Van der Bellen. Dieses Ergebnis hatten Hofer dann doch die wenigsten zugetraut. Dann kam es - wie nach jeder Wahl bei der die FPÖ gewinnt - zu den berühmten "Ich wander aus"-Sagern. Ich weiß nicht..., dass sich Menschen darüber noch wundern verblüfft mich. Natürlich sind die zu 99,9% nicht ernst gemeint. Vor allem bei einer Bundespräsident*innen-Wahl. Aber, dass da jetzt ernsthaft einige danach dahergekommen sind und gemeint…

Ein Sturm bricht herein, der Boden vibriert, die Bauern holen ihre Heugabeln aus dem Schuppen und zünden die Fackeln an, die nun einige Zeit in der morschen Holzkiste herummoderten. Nun war es eine Zeit lang ruhiger rund um den Hass gegen Twitter und seine Unternehmensentscheidungen, doch dann kam: gestern. Twitter hatte offenbar die Entscheidung getroffen, die Fav-Sternchen durch Like-Herzchen zu ersetzen. Die Teilung der Twitter-Community war schnell zu erkennen. Und ja: Es ist eine absolute absurde Debatte, ob da nun Herzen oder Sternchen sind, macht in Wirklichkeit keinen allzu großen Unterschied allerdings gibt es ein paar recht interessante Aspekte an…

Schieben wir nur für einen kurzen Moment beiseite, dass uns die gestrige Landtagswahl in Oberösterreich bewiesen hat, dass offenbar jede*r dritte Oberösterreicher*in ein*e vollkommene*r - ich war geneigt hoffnungsloser zu schreiben, aber irgendwie bin ich wohl noch immer naiv genug die Hoffnung nicht vollkommen aufzugeben - Vollidiot*in ist. Und schieben wir auch kurz beiseite, was das für die Wienwahlen in 2 Wochen bedeutet und wie extrem negativ sich diese ganze Situation auf - bestimmt nicht nur - meine Stimmungslage auswirkt. Denken wir kurz etwas größer, etwas abstrahierter, etwas allgemeiner. Ironischerweise beginnt dieser allgemeine Part sehr…

Liebe*r Kabarettist*in, wir haben ein Problem. Du und ich. Du der*die da auf der Bühne stehst und mit Witzen dein Geld verdienst und ich, der es oft so gar nicht witzig findet. Wir zwei, wir sind einfach so verschieden. Ich weiß nicht wie das zwischen uns noch funktionieren soll. Wir hatten schon immer eine sehr angespannte Beziehung. Ja oft schon wollte der Funken nicht so richtig überspringen und für ein Feuerwerk des Gelächters sorgen. Oft schon bin ich nur emotionslos in dieser wenige Stunden andauernden Kurzbeziehung dahingedeiht. Wenn die Chemie nicht stimmt helfen all die positiv geladenen…