Schmierzettel #1: Das mit der Demokratie


Während ich immer wieder auf den so unfassbar unpassenden wunderschönen Play-Knopf dieses verstörenden Videos klicke, falle ich immer tiefer in ein Loch, das sich selbst seiner Gesinnung noch nicht sicher ist. Es ist zu dunkel um den Boden zu sehen, aber entweder ich schlage mit schallendem Gelächter oder mit angstverzerrter Miene am noch Unsichtbaren auf. Das schallende Gelächter wirkt mit Fortschreiten des Falls, immer mehr wie ein Wunsch, eine Illusion, ja vielleicht ein Wunschtraum dem ich aber schon lange nicht mehr nachkommen kann. Die Sehnsucht nach Sicherheit, der Sicherheit, dass die Münder deren solche Aussagen entstammen, keine Mehrheit in unserem politischen System haben können. Dass diese Idioten keine Menschenmenge zusammenbekommt, die auch nur eine annährende Relevanz hat.

Unsere Demokratie hat ein Problem, und zwar uns. Die Demokratie ist ein unpassendes Konzept, sie wirkt als würde man das letzte Puzzlestück von einem anderen Puzzle klauen und mit gewaltvollen Hammerschlägen so in das fast vollständig zusammengesetzte Puzzle zwängen, dass es schlussendlich irgendwie dort hält. Das geht eine Zeit lang gut, doch in Krisenzeiten versagt jetzt nicht nur meine Puzzle-Metapher, sondern auch das Gesellschafts-Demokratie-Gefüge. Wenn Populismus und Angst Menschen zu solchen Aussagen verleiten können, was sind wir dann überhaupt für wertelose, manipulierbare und egoistische Wesen? Hat das Bildungssystem versagt, oder die Erziehung, oder die Gesellschaft?

Wer ein Dach aufsetzen will, muss zuerst das Fundament bauen. Sonst steht man bald vor dem Trümmerhaufen dessen, was einen ursprünglich als Schutz dienen sollte.

Es stellt sich nicht die Frage was ist die Alternative zur Demokratie ist.
Es stellt sich die Frage: Was müssen wir tun für eine mündige Gesellschaft.

*Rumps*
Autsch.

Onatcer
Onatcer

20, Mensch des Planeten Erde, amateur photographer, blogger, @soulbottles volunteer
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